Honolulu

Wenn man die Insel Oahu auf einer Weltkugel sucht und sie dann ins Zentrum rückt, stellt man fest, dass ausser einigen Inseln nur Wasser auf dieser Seite der Erde zu sehen ist. Dementsprechend faszinierend ist der Anflug auf Honolulu. Nachdem man rund fünf Stunden über den Pazifischen Ozean geflogen ist, sieht man sich plötzlich mit dem Lichtermeer einer Grossstadt konfrontiert. Vorallem Nachts ist dieser Anblick wunderschön.

Honolulu steht nicht unverdient im Ruf, eine der schönsten Städte der Welt zu sein. Dies hängt natürlich zu einem Teil mit dem Klima zusammen. Auf Oahu liegt die durchschnittliche Temparatur zwischen 25° und 30° - das ganze Jahr über. Bisher habe ich noch keinen Tag auf Hawaii erlebt, an dem es nicht mindestens einmal geregnet hätte. Aber der Regen stört in Honolulu nicht. Im Gegenteil, er wird als willkommene Abkühlung wahrgenommen. Abgesehen davon ist der Spuck meist nach einigen Minuten wieder vorbei. Dafür wird man mit den schönsten Regenbogen und einer üppigen Vegetation belohnt. 

Im Gegensatz zu anderen Grossstädten wirkt Honolulu sehr sauber und gepflegt. Es gibt überall Grünflächen, blühende Bäume und Sträucher und natürlich unzählige Palmen. Die Menschen hier wirken sehr entspannt und freundlich. Es ist eine Selbstverständlichkeit, alten Leuten seinen Platz im Bus zu überlassen. Die Busse sind selbst für Rollstuhlfahrer benutzbar und der Fahrer nimmt sich einfach die Zeit und hilft beim Einparkieren und fixieren des Rollstuhls. Der Bus erhält zwar eine Verspätung von einigen Minuten, das scheint aber niemanden zu stören. Den Fahrplan kann man hier getrost vergessen. Die Busse kommen so oder so nicht pünktlich. Notfalls wartet man einfach auf den nächsten. Die Hektik, die man sich von anderen Städten gewohnt ist, fehlt in Honolulu völlig.

In Hawaii gibt es keine Bevölkerungsmehrheit. Menschen aller Hautfarben leben friedlich nebeneinander und scheinen sich gegenseitig zu akzeptieren. Im Bus sieht man oft kein einziges anderes weisses Gesicht. Trotzdem fühlt man sich deswegen nicht unwohl. Überhaupt ist Honolulu eine sehr sichere Stadt. Natürlich werden auch einmal Taschen gestohlen - aber wo gibt es das nicht.

 Honolulu ist natürlich nicht zuletzt für seine Strände bekannt. Wer hat nicht schon Bilder vom weltberühmten Waikiki Strand gesehen, im Hintergrund immer der erloschene Vulkankrater Diamond Head? Neben diesem sehr lebhaften und vielleicht auch etwas überfüllten Strand gibt es noch viele andere, die ruhiger, ja fast schon menschenleer sind. Oft gibt es hinter dem Strandabschnitt einen Park, wo man im Schatten von Kokospalmen wunderbar entspannen kann.

Füher dachte ich, die Hochhäuser hinter den Stränden würden das Bild der Traumstrände zerstören. Das Gegenteil ist der Fall. Irgendwie machen sie einen Teil der Faszination dieser Strände aus.

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